Die Düsseldorfer Kommunikations- und Medienwissenschaft
Kommunikations- und Medienwissenschaft I

Prof. Dr. Gerhard Vowe
Prof. Dr. G. Vowe
Lehrstuhlinhaber
Gebäude 23.32, Raum 05.21
Tel: 0211/81-11540
Fax: 0211/81-11929
Ich möchte Sie ermutigen, sich für einen unserer Studiengänge zu entscheiden; und zwar deshalb, weil Sie dadurch die Gelegenheit bekommen, mehrere Sozialwissenschaften in ihrer Unterschiedlichkeit und in ihrer Ähnlichkeit kennen zu lernen.
Auf mich würden Sie dann z.B. in einem Kurs "Strategische politische Kommunikation" treffen: Wie nutzen Parteien Interessengruppen, Verbände die Medien, um ihre Ziele zu erreichen, z.B. Wähler zu mobilisieren oder die öffentliche Meinung zu beeinflussen?
Vielleicht sehen wir uns auch in einem Kurs über "Gesten in der politischen Kommunikation": Wie verständigt man sich in der Politik ohne Worte, z.B. bei Verhandlungen, oder wie zeigt man in angemessener Weise bei öffentlichen Anlässen Trauer? Zu diesen Themen forsche ich auch, so z.B. darüber, wie die Experten arbeiten, die sich auf politische Kommunikation spezialisiert haben (PR- Agenturen, Wahlkampfberater, Lobbyisten usw.). Oder wir erforschen, wie die politische Kommunikation sich dadurch verändert hat, dass immer mehr über das Internet kommuniziert wird. Bei diesen und anderen Projekten sind Studierende einbezogen: Sie helfen uns bei der Datenerhebung und der Präsentation von Ergebnissen oder sie bearbeiten einzelne Aspekte in ihren Abschlussarbeiten und Teamprojekten.
Noch einmal: Entscheiden Sie sich für den Bachelor Sozialwissenschaften und Sie werden sehen, dass gute Lehre und gute Forschung kein Gegensatz sind, sondern einander voraussetzen!
Kommunikations- und Medienwissenschaft II

Prof. Dr. Ralph Weiß
Prof. Dr. R. Weiß
Lehrstuhlinhaber
Gebäude 23.31, Raum 06.73
Tel: 0211/81-14014
Fax: 0211/81-11929
Der Umgang mit Medien durchwirkt den Alltag. Medien vermitteln Vorstellungen von der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Sie geben damit Orientierungen und formen Grundlagen individuellen Handelns – in Privatleben, Beruf und Politik.
Mein Interesse richtet sich darauf, diese konstitutive Bedeutung der Medien für moderne Gesellschaften nach zwei Seiten hin aufzuklären. Einerseits geht es darum, die inhaltlichen Prinzipien zu bezeichnen, nach denen Medien Bilder gesellschaftlicher Wirklichkeit kreieren und in Umlauf bringen. Dafür müssen Kategorien und Kriterien für die Qualität von Medieninhalten entwickelt werden.
Andererseits interessiert mich, wie Medien in die gesellschaftliche Wirklichkeit eingreifen – in die Gestaltung sozialer Beziehungen im sozialen Nahraum des Privatlebens oder auch in den Ablauf von Interessenkonflikten auf gesellschaftlicher Ebene. Mein besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage, welche Rolle Medien für die Herausbildung verschiedener „politischer Milieus“ spielen, d. h. für die Differenzierung von Gruppen, die sich in ihren politischen Anschauungen und in ihrer politischen Handlungsbereitschaft (bzw. ihrer Verweigerung) unterscheiden. Denn die von Medien beeinflusste Vielfalt der Formen, in denen Menschen ihre Staatsbürgerrolle wahrnehmen, ist für eine Demokratie von entscheidender Bedeutung.
Der Bachelor Sozialwissenschaften vermittelt durch die Kombination von drei Fächern das nötige intellektuelle Rüstzeug, um die Entwicklung moderner Gesellschaften angemessen begreifen und daraus Handlungsstrategien ableiten zu können. Die Soziologie macht beschreibbar, wie das Zusammenwirken von Menschen – von Paarbeziehungen über Organisationen bis zu Gesellschaften – regelhaft entsteht und sich wandelt. Die Politikwissenschaft klärt, wie Politik in einer im Innern komplexen und nach außen vielfach vernetzten Gesellschaft funktioniert und wie viel Gestaltungsmacht sie dabei entfalten kann. Die Kommunikations- und Medienwissenschaft steuert Einsichten darüber bei, wie Prozesse sozialen Wandels sowie politischer Meinungsbildung und Entscheidungsfindung durch Medien vermittelt und überformt werden. Diese Verbindung verbreitert den Blick und schärft ihn zugleich!
Juniorprofessorin

Dr. Susanne Keuneke
Dr. S. Keuneke
Akademische Oberrätin
Gebäude 23.31, Raum 04.71
Tel: 0211/81-12915
Fax: 0211/81-15902
Im Schwerpunkt beschäftige ich mich mit populärkulturellen Medienangeboten sowie computervermittelter Kommunikation, wobei ich vor allem deren Wirkungen nachgehe – sowohl in der Mikro- als auch in der Makroperspektive. Umgekehrt untersuche ich auch die gesellschaftliche Bedingtheit medialer Phänomene. Quer zu allem liegt mein Interesse für Geschlechterforschung.
Diese Schwerpunkte spiegeln sich in meiner Lehre wider: Themen meiner Kurse sind beispielsweise ‚Identität im Zeitalter des Internet’, ‚Die Popularisierung der Medien’, ‚Angstmedien – Medienängste’ oder ‚Medien und Geschlecht’.
Als Forscherin gehe ich aktuell der Frage nach, inwiefern die Fernsehporträts von Rechtsmediziner/innen die berufliche Orientierung Jugendlicher beeinflussen – und warum dies vor allem bei Mädchen der Fall zu sein scheint.
In der interdisziplinären Verschränkung des BA Sozialwissenschaften liegt eine entscheidende Stärke, zumal sie der Tatsache gerecht wird, dass moderne Staaten von der Trias Medien – Politik –Gesellschaft bestimmt werden. Insofern eröffnet der Studiengang Blicke, welche sich der Realität relativ umfassend anzunähern vermögen.


