BA SOZIALWISSENSCHAFTEN - MEDIEN, POLITIK, GESELLSCHAFT

Die Düsseldorfer Politikwissenschaft

Politikwissenschaft I

Prof. Dr. Thomas Poguntke Prof. Dr. Thomas Poguntke

Prof. Dr. Thomas Poguntke

Prof. Dr. T. Poguntke

Lehrstuhlinhaber
Direktor des Instituts für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung

Stilisiertes Gebäude Gebäude 23.32, Raum 05.22

Tel:Tel: 0211 / 81-14555

Fax:Fax: 0211 / 81-12875

Meine Forschung richtet sich auf die vergleichende Analyse politischer Systeme und hier besonders auf die Erforschung von Parteien und Parteiensystemen. Dies geht zurück auf eine intensive Beschäftigung mit den Grünen, die in ihrer Gründungsphase ein international viel beachtetes Experiment darstellten. Besonders interessieren mich die Auswirkungen gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse und der Europäischen Integration auf die Organisation, Arbeitsweise und Funktionserfüllung von Parteien und politischen Systemen.

Zu diesen Bereichen habe ich in den letzten Jahren mehrere international vergleichende Forschungsprojekte in Kooperation mit zahlreichen Kollegen in Europa und den USA durchgeführt. Hierzu zählen eine 15-Länder-Studie zur Europäisierung nationaler Parteien, eine Untersuchung zu den Europarteien sowie eine Studie zur Präsidentialisierung moderner Demokratien. Gegenwärtig arbeite ich an einem internationalen Projektverbund zur Parteipatronage mit, in dessen Rahmen untersucht wird, in welchem Maße politische Parteien die Personalrekrutierung im öffentlichen Sektor steuern. Außerdem befindet sich ein Projekt in Vorbereitung, das untersuchen soll, wie sich die Handlungsbedingungen von Parlamentariern unter dem Einfluss der Präsidentialisierung demokratischer Regime verändern. Ein erheblicher Teil meiner Forschungsaktivitäten wird in Zukunft am Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung (PRuF) stattfinden, dessen Vize-Direktor ich bin.

In der Lehre biete ich eine breite Palette von Seminaren und Vorlesungen an. Während einige Veranstaltungen als Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft konzipiert sind, bieten andere Seminare einen vertieften Einblick in ausgewählte Themenbereiche der Parteien- und Regierungssystemforschung. Das Unterrichten macht mir besonders viel Freude, wenn sich die Studierenden aktiv beteiligen und lebhafte Diskussionen im Seminar entstehen. Es ist mir wichtig den Studierenden ein  fundiertes theoretisches, methodisches und empirisches Wissen zu vermitteln, damit sie in die Lage versetzt werden, Fragestellungen eigenständig zu durchdringen, wissenschaftliche Arbeiten zu bewerten und eigene Forschungsprojekte zu entwickeln.

Politikwissenschaft II

Ich interessiere mich für die Grundlagen der Politik und beschäftige mich daher mit Fragen wie „Was ist Politik?“ oder „Was ist Demokratie?“. Zudem untersuche ich die Organisationsformen von Politik, also Parteien, Verbände und soziale Bewegungen auf der einen Seite, politische Institutionen wie Regierungen und Parlamente auf der anderen Seite.

Mich interessieren zudem informelle Politik und abweichendes Verhalten. Aktuell forsche ich zum Wandel der Parteienmitglieder in Deutschland, zur politischen Korruption in Europa und zu Reformen der mittleren Verwaltungsebene in Nordrhein-Westfalen.

In der der Lehre mache ich regelmäßig allgemeine Einführungsvorlesungen in die Politikwissenschaft und außerdem speziellere Kurse zu meinen Forschungsinteressen.

Mit Parteien beschäftige ich mich schon, seit ich meine kanadische Master-Thesis geschrieben habe; Parlamentarismus interessiert mich seit meiner Doktorarbeit. Die anderen Themen sind mir in den vergangenen 30 Jahren aus der politischen Praxis ‚zugeflogen’.

Neben der Arbeit an der Universität bin ich auch noch in der Politikberatung und als Publizist tätig.

Politikwissenschaft II

Prof. Dr. Stefan Marschall Prof. Dr. Stefan Marschall

Prof. Dr. Stefan Marschall

Prof. Dr. S. Marschall

Lehrstuhlinhaber

Stilisiertes Gebäude Gebäude 23.32, Raum 05.62

Tel:Tel: 0211-81-14689

Fax:Fax: 0211-81-14532

Meine Interessenschwerpunkte liegen in der Analyse des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland, der vergleichenden Parlamentarismus- und Parteienforschung, in der Frage der Demokratie jenseits des Nationalstaates sowie – last but not least – in der Erforschung politischer Kommunikation, insbesondere der internetbasierten. Zu diesen Bereichen habe ich in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte durchgeführt sowie Bücher und Aufsätze publiziert.

In der Lehre konzentriere ich mich zum einen auf das politische System Deutschlands; zu diesem Thema biete ich regelmäßig eine einführende Vorlesung an. In den sonstigen Veranstaltungen versuche ich zum anderen ein breites Angebot an Themen abzudecken, die auch in den Bereich der Europapolitik und der politischen Theorie hineinreichen. Regelmäßig biete ich Seminare in englischer Sprache an.

Müsste ich nochmals von vorne anfangen, würde ich den BA Sozialwissenschaften in Düsseldorf studieren. Der Charme dieses Studiengangs liegt in der in dieser Form einmaligen und äußerst sinnvollen Kombination und Integration der drei Fächer Politikwissenschaft, Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaft. Zudem wird sehr viel Wert auf eine solide Methodenausbildung gelegt. Schließlich ist meiner Wahrnehmung nach – und viele Absolventen/-innen bestätigen das – die Studier- und Arbeitsatmosphäre am Institut für Sozialwissenschaften ausgezeichnet.

Politikwissenschaft III

Meine Interessenschwerpunkte beziehen sich auf das Verhältnis von  Demokratie und Frieden, die Schaffung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung und die außenpolitische Rolle der Europäischen Union.

Mein aktuelles Forschungsprojekt bezieht sich auf die parlamentarische Kontrolle von militärischen Auslandseinsätzen europäischer Länder.
Meine Schwerpunkte in der Lehre sind zum einen die Europapolitik, zum  anderen die Internationalen Beziehungen, wobei ich in beiden Fällen besonderen Wert sowohl auf das Verständnis aktueller Entwicklungen als  auch auf die Auseinandersetzung mit grundlegenden Theorien lege.
Die Themen Friedens- und Konfliktforschung und Weltwirtschaftspolitik  beschäftigen mich seit meinem Studium bzw. seit meinem eigenen  Engagement in Friedensbewegung und entwicklungspolitischen NGOs. Zu  diesen Themen arbeitete ich auch 1983 bis 1985 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Grünen im Deutschen Bundestag.

An den Studiengängen des Sozialwissenschaftlichen Instituts gefällt mir besonders, wie eng die drei Fächer Politikwissenschaft, Soziologie und Kommunikations- und Medienwissenschaft miteinander verzahnt sind, welche guten Karrierechancen sich unseren Absolventen eröffnen, dass es bei uns kaum Studienabbrecher gibt und dass im Institut ein unkompliziertes, pragmatisches Klima herrscht.

Und an unseren Studierenden gefällt mir besonders, dass sich so viele  auf ein Auslandssemester auch an unbekannteren Universitäten - von  Finnland bis in die Türkei - einlassen. Ein bisschen neidisch bin ich,  wenn ich höre, welche spannenden Praktika die Studierenden heutzutage gerade im Bereich Europapolitik/ Internationale Beziehungen machen, vom Europaparlament in Strasbourg/Brüssel über das UN Department für Friedensmissionen in New York bis hin zu Friedensprojekten in Afghanistan.

Da ich in meinem beruflichen Leben nicht durchgehend als Wissenschaftler gearbeitet habe, sondern auch als Journalist, in öffentlichen Verwaltungen und als Politiker, bin ich sehr an einer Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis interessiert. Gerade die Politikwissenschaft scheint mir hierfür besonders geeignet und ich bin daher froh über die Gelegenheit, hier am Sozialwissenschaftlichen Institut forschen und lehren zu können.

In der Lehre bemühe ich mich, politikwissenschaftliches Wissen und politikwissenschaftliche Theorien mit Erfahrungen aus der politischen und Verwaltungspraxis - gern auch mittels Einladung externer PraktikerInnen - zu konfrontieren und so eine Symbiose zu schaffen. Meine Lehrveranstaltungen behandeln finanzpolitische Themen, die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und ihr föderales System, die kommunale Politik, Neofaschismus und den demografischen Wandel.

Schwerpunkte meiner Forschungstätigkeit sind die Haushalts- und Finanzpolitik von Staat und Kommunen, die Institutionen, Verfahren und Konflikte im Bereich von Denkmalschutz und Denkmalpflege, Formen faschistischer Herrschaftsausübung sowie die deutsche Arbeiterbewegung und proletarische Alltagskultur. Ein aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den Finanzmonopolen in der Bundesrepublik Deutschland.

Neben der Arbeit an der Heinrich-Heine-Universität bin ich auf verschiedenen Gebieten ehrenamtlich tätig.

BA Sowi